|
Integrierte Versorgung Belzig (IVB)
Ziel des Projektes ist eine Optimierung
der medizinischen Versorgung der Bevölkerung im Altkreis
Belzig (Einzugsbereich des Kreiskrankenhauses Belzig).
Hierzu wurden durch geeignete strukturelle
Rahmenbedingungen die Voraussetzungen geschaffen,
- damit
der Patient die Möglichkeit erhält, vom Arzt seines
Vertrauens, seinem behandelnden Arzt in den
verschiedensten Versorgungsebenen durchgängig betreut zu
werden, das heißt, dass der ambulant behandelnde Arzt
den Patienten auch im Falle der stationären Betreuung in
der Visite mitbetreut, ihn im Krankenhaus operiert oder
die Patientin im Kreißsaal entbindet und anschließend
ambulant nachbetreut,
- dass
ambulant tätige Ärzte (auch zur eigenen
Qualitätssteigerung) am stationären Dienst beteiligt
werden und in dem Umfang, in welchem sie somit nicht für
ambulante Leistungen zur Verfügung stehen, durch einen
angestellten Krankenhausarzt in ihrer ambulanten Praxis
vertreten werden können,
- somit
auch der stationär tätige Arzt die Möglichkeit hat,
unabhängig vom Status der Ermächtigung, seine stationär
behandelten (operierten) Patienten ambulant
nachzubetreuen und im Sinne einer internen
Qualitätskontrolle die Ergebnisse seiner klinischen
Tätigkeit zu überprüfen.
Für den
Patienten bedeutet dies:
- eine
Möglichkeit der „Komplettbetreuung“ unter einem Dach,
- kurze
Wege bei der Realisierung erforderlicher
interdisziplinärer Diagnostik- oder Therapie- Maßnahmen,
- unkomplizierte
Inanspruchnahme ökonomischerweise nur im Krankenhaus
vorgehaltener Funktionsdiagnostik oder
Therapiemöglichkeiten,
- unkompliziertes Steuern des Patienten durch ein
vielgliedriges und spezialisiertes Versorgungssystem,
- ggf.
Nutzung von komplementären Leistungsbereichen (wie
beispielsweise Soziale Dienste / Fürsorgestrukturen,
medizinische Fußpflege, Heil- und Hilfsmittelerbringer).
Unter dem
Dach eines (gem. § 140 b Abs. 1 Nr. 4 SGB V – GMG)
Vereins, dessen Träger / Mitglieder niedergelassene
Ärzte, die Krankenhaus Belzig GmbH und die KV
Brandenburg sind, wurde eine strukturelle
Funktionseinheit zur Erbringung medizinischer
Leistungen eingerichtet. In dieser erfolgt eine
funktionelle Kooperation von Ärzten
- verschiedener Fachgruppen und Spezialisierungen und
- verschiedener Tätigkeitsstati (z.B. freiberuflich,
angestellt im Krankenhaus oder in einer Praxis bzw. bei
der KVBB).
Darüber
hinaus können von der Managementgesellschaft Verträge
mit anderen nichtärztlichen Leistungsanbietern, wie
Heilmittelerbringern, Krankentransportunternehmen,
medizinische Fußpflege etc., abgeschlossen werden.
Für das 1.
Optionsmodul - Verbesserung der Versorgung der Patienten
mit Diabetes mellitus wird dies konkret umgesetzt durch:
- ein
zentrales (interdisziplinäres) Schulungszentrum, welches
regional definiert flächendeckend wirksam ist,
- das
Anbieten einer Eingangsuntersuchung für Patienten mit
neu entdecktem Diabetes mellitus (Weichenstellung für
weitere Untersuchungen und Konsiliarleistungen mit
Empfehlung an die Überweiser / grundversorgender
Hausarzt),
- den Aufbau
eines Konsiliarzentrums (Nephrologe / Ophthalmologe /
Podologe / Spezialist für diabetische Füße),
- die
Installation einer „Filterstation“ zur
Entscheidungsfindung, ob der Patient stationär oder
ambulant weiterbehandelt werden muss,
- den Aufbau
eines Segmentes Ergotherapie / Psychologie.
Weitere Module werden
folgen.
|